Als Junior zum Wildschwein wurde
Willkommen, Ihr Lieben, in meinem Blog!
Hier berichte ich jeden Sonntag von meinen Abenteuern und diese Woche war wieder - Ihr werdet es nicht glauben - soooooooo viel los!!!!
Zuerst gabs ein paar sehr heiße Tage - Ihr erinnert Euch - und wie immer, wenn ich während der Hitze in Wien bin, habe ich die Zeit mit vier Dingen verbracht: schlafen und schlafen und schlafen - und natürlich fressen.
Auch nicht schlecht, ich könnte mich daran gewöhnen. Doch dann waren die Zweibeiner plötzlich ganz aufgeregt und auch ich habs gerochen und gehört: ein Geräusch, das wir kaum mehr gekannt haben, Wasser - die ersten Regentropfen nach langer Zeit1 Und es wurde lauter und mehr und mehr und mehr und immer mehr.
Und in diesem Moment wurden wir plötzlich ganz nervös, der Herrli ist in seine kurze Hose gesprungen und hat sich die Regenjacke umgehängt. Rein in die Schuhe und ich in mein Geschirr und schon waren wir vor dem Haus.
Der Regen wurde immer dichter. Wir bleiben vor dem Haus stehen und genossen einfach die vielen Regentropfen - ach wie war das angenehm! Wir waren die einzigen auf der Wiese, am Weg im Wald und die Regentropfen wurden immer mehr und sie wurden immer größer. Sie sind mir auf auf die Nase geklatscht, auf meine Ohren, auf die Stirn, auf die Schnauze, auf die Lefzen und ganz viele tanzten plötzlich lustig auf meiner schwarzen Nase, sie habenmein Fell durchnäßt und meine Pfoten hatten endlich wieder nassen Boden unter sich.
Fröhlich sind wir losgegangen.
Immer wieder sind wir stehen geblieben und haben den Regen genossen. Nach einiger Zeit kamen wir auf einen meiner Lieblingsplätze - ein Hang, große alte Bäume und viel wilde Wiese mit großen Disteln und allerlei Gestrüpp.
Da habe ich mich nicht mehr halten können: bin zu Boden gegangen, hab die Schnauze am schon leicht schlammigen Boden gerieben, hab zu graben begonnen und das Erde ist im hohen Bogen durch die Luft geflogen. Auf die Wiese, auf die Bäume und auf den Herrli.
Und der Herrli hat geschrieben:“Jun, du bist ja ein richtiges Wildschwein!“
Ohhhh, jaaaa, das war das Stichwort: schnell hab ich die Schnauze direkt in den nun weichen Boden gesteckt, hab mich dann auf den Rücken gedreht und mich immer und immer wieder im gatschigen Boden hin und her gewälzt. Hin und Her, die vier Pfoten tanzten am Himmel.
„Ja, ich bin ein Wildschwein!!!“, hab ich laut und immer wieder in den Regen gegrunzt bzw gebellt.
Ach, wie war das schön. Als ich mich ausgetobt hatte, gingen wir wieder nach Hause, vor der Wohnungstür wurde ich vom Herrli sauber gemacht und ich war glücklich, kein Wildschwein, sondern der Junior zu sein. Denn: jetzt gab es Futter. Und dann wilde Träume von meinem Leben als Wildschwein.
Ende gut, alles gut.
Habt Ihr Euch auch so über den Regen gefreut? Was habt Ihr gemacht? Und worüber könnt Ihr Euch sonst noch so freuen?
Habt eine schöne Zeit, genießt den Sonntag!
Euer Junior vulgo Junie vulgo Jun