Als der Junior beinahe zum Billard-Champion wurde

 Willkommen, meine Lieben, hier auf meiner Blogseite, die mir mein Zweibeiner jeden Sonntag zur Verfügung stellt, um Euch von meinen neuesten Erlebnissen zu berichten. Und Ihr wisst ja, ich wähle die Geschichten aus und verfasse den Text, der dann anschließend vom Herrli getippt wird. Ihr wisst ja, wegen meiner großen Pfoten warads, die haben auf dem kleinen iPod einfach keinen Platz. Hui, ich bin ja schon gespannt, wann endlich das erste Hunde-iPod erfunden wird, mit ganz großen Tasten. Na, das werden dann besondere Texte!

Diese Woche habe ich wieder einmal sooooooo viel erlebt, eine besondere Geschichte möchte ich Euch hier mitteilen.

Ich hab mich ja schon oft gefragt, warum dieser große grüne Tisch in unserem Arbeitszimmer steht, denn oben legten die Zweibeiner ein paar Bücher drauf und darunter liegen viele meiner Puppis in einem Korb. Aber so ein riesigen Dach für mein Puppi-Lager? Aber ich bin dem noch nie nachgegangen - ich muss den Zweibeinern nicht überall dreinreden und es gibt genug, worum ich mich kümmern muss. 

Aber dann geschah es! Es war der Dienstag Abend, als plötzlich Leben in den Tisch kam. Die Zweibeiner ware mit Queues „bewaffnet“, das sind lange Stöcke. Und plötzlich haben sie aus dem Tisch viele bunte Kugeln gezaubert und haben diese auf dem Tisch herumgerollt!

Oh, welch wunderschöner Klang am Tisch!! Ich hörte die Kugeln rollen und wusste immer genau, wo sie landen würden und ich sauste um den Tisch und sauste unter den Tisch und guckte auf den Tisch, um zu sehen, ob wirklich genau das geschehen war, was ich gehört hatte.

Und der Herrli erzählte mir die Geschichte des Tisches, den er vor vielen Hundeleben gekauft hatte und seither immer dorthin brachte, wo er wohnte. Und manchmal spielt er damit, oft mit Freunden, oft mit der Zweibeinerin und manchmal auch alleine. Immer wenn ich nicht da war, weil der Agur, mein Vorgänger bei den Zweibeinern, den Klang der aufeinanderschlagenden Kugeln hasste, es tat ihm vermutlich weh. Also spielten die Zweibeiner, wenn wenn der Agur nicht da war und später wenn ich nicht da war, weil sie annahmen, dass es bei mir genauso war. Aber nein, im Gegenteil, ich liebe dieses Geräusch!

Welch wunderbare Entdeckung!! Und dann bin ich drauf gekommen, dass ich, wenn ich mich strecke, ja sogar auf die rollenden Bälle blicken kann, ohne dass ich auf den Tisch hüpfe (denn das ist sehr anstrengend und auch nicht besonders beliebt). Oh, wie aufregend ist dieses Spiel!!!

Und die Frauli erzählte mir die Geschichte vom Lucca, dem Bruder vom Toni und zweiten Sohn von der Jeanny, der aber nicht mehr bei uns lebt. Ich zeichne Euch den Stammbaum einmal auf. Der sei immer bei Billiardspielen auf den Tisch gesprungen und habe die Kugeln aus den schwarzen Löchern, in die sie die Zweibeiner schlossen, wieder herausgeholt. Da sei sein Training für die Mäusejagd gewesen und er hatte ganz muskulöse Vorderpfoten vom vielen Billardspielen. Zu wem er geholfen hat, ist nicht überliefert.

By the way: da kommt mir jetzt eine Idee….

Es war eine tolle Stunde am Dienstag, ich habe ganz viel Bewegung gemacht und war sehr müde, als die Zweibeiner das Spiel beendeten und wir zum Fernsehgerät gingen, um das Fußballspiel anzusehen. Doch, jessas, das Fernsehgerät funktionierte nicht und wir konnten das Match nur am kleinen iPod anschauen. 

Doch das war mir zu anstrengend und nachdem mein Lieblingsland das erste Tor bekommen hat, bin ich eingeschlafen und hab von meinem neuen Lieblingssport geträumt, hörte hunderte Kugeln rollen, ins schwarze Loch fallen und sauste im Traum herum und hüpfte und sprang. Und die Kugeln befreiten sich und gingen durch die Tür über die Stiege ins Freie und rollten durch ganz Wien und wurden immer mehr.

Ach, heute ist das letzte Fußballspiel für einige Zeit, vielleicht spielen die Zweibeiner wieder davor mit mir Billard? Vielleicht erhalte ich einen Queue und darf richtig mitspielen? Sonst sause ich nach dem Klang der Kugeln durch das Zimmer. Das macht ganz großen Spaß!!

Einen schönen Sonntag auch Euch, lieber Leserinnen und Leser! Ich hoffe ich treffe Euch einmal auf der Straße im Zug oder sonstwo. Das würde mich sehr freuen.

Alles Liebe 


Euer Junior vulgo Junie vulgo Jun

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