Juniors einmaliger Futtertrick
Hallo, meine Lieben, schön, dass Ihr heute wieder in meinen Blog schnuppert, in dem ich jeden Sonntag aus meinem Leben berichte. Ihr wisst ja, meine Pfoten sind zu groß für die schmale Tastatur (noch immer hat apple keine hundetauglichen Geräte auf den Markt gebracht), daher diktiere ich dem Herrli meine Gedanken und er tippt sie für Euch.
Ja, wie könnte es anders ein, diese Woche war wieder unfassbar viel los. Jeden Tag Spaziergänge, Futter und Schlafen. Wie anstrengend.
Nein, ernsthaft, eine Aktion, mit der ich besonders viel Freude hatte, muss ich Euch erzählen.
Und das war so: am Dienstag hatte der Herrli eine Veranstaltung in Währing. Um 17.45 musste er das Haus verlassen. Warum ich das so genau weiß, werdet Ihr später lesen.
Er fuhr mit der Straßenbahn zum Westbahnhof und von dort mit der U6.
Und bereits um 18.30 kam Frauli nach Hause.
Alles hat zeitlich wunderbar gepasst für meinen Futtertrick.
Herrli gab mir vor seinem Abschied und nach einer langen Runde als Trost für das Alleinesein noch ein sehr schönes, besonders großes Futter und während er ging, verschlang ich den Inhalt der Schüssel.
Jetzt hatte ich etwas über eine halbe Stunde Zeit zum Verdauen bis zur Ankunft von Frauli.
Ich begrüße sie immer sehr spektakulär. Diesmal aber ganz besonders besonders, zog alle Register: ich sprang und tanzte und hüpfte und brachte ihr ein kleines Puppi zur Begrüßung. Diesmal vielleicht eine Spur schwerfällig.
Frauli sollte glauben, dass ich noch nicht auf der Abendrunde war und vor allem noch kein Futter hatte.
Und jetzt kam der entscheidende Moment: sie griff zum Telefon und wollte Herrli fragen, ob ich schon gefüttert worden war. Jaaaa! Er hob nicht ab.
Ich versuchte den leidendsten Blick, den ich in meinem Reservoir habe - und Ihr könnt mir glauben, dass der wirklich seeeeeehr leidend ist - und starrte damit Frauli an.
„Hat Dich der Herrli wirklich ohne Futter zurückgelassen“, rief sie entsetzt.
Und ich versuchte noch zuzulegen. Es war nicht mehr weit bis zu meinen ersten Tränen.
Und so gingen wir eine Runde (also noch eine) und - wie wundervoll!!! - bald stand eine neue Schüssel Futter vor mir - wieder besonders groß und gut, weil ich ja Trost benötigte!
Als der Herrli gegen 23 Uhr bei der Wohnungstür hereinkam, lag ich schlafend im Vorraum. Er begrüßte mich, streichelte meinen Kopf, meinen Rücken und - jessas! - auch meinen Bauch. Und plötzlich blieb seine Hand auf meinem Bauch liegen. Und begann meinen Bauch abzutasten.
„Der ist ja riesengroß! Bist Du krank, Junior?“
Ich klopfte mit meinem Schweif müde ein paarmal auf den Boden.
Herrli ging ins Wohnzimmer und plötzlich hörte ich die Zweibeiner lachen.
Ojeh! Sie einigten sich rasch auf eine bessere Kommunikation. Nie mehr zwei Portionen Abendfutter.
Schade, aber dieses eine mal hat phantastisch geschmeckt.
Ich wünsche Euch einen wunderbaren Sonntag. Lasst Euch das Essen gut schmecken!