So lebe ich in Süditalien

 Willkommen, Ihr Lieben, auf meinem Blog, in dem ich Euch jeden Sonntag von meinem Leben berichte. Seit einigen Tagen bin ich, wie Ihr schon erfahren habt, in Süditalien. Und das ist wunderbar. Was ich hier so mache: ganz wenig und sehr viel!

Jeden Morgen wandern wir von unserer kleinen Wohnung an die Küste, wie auch immer das Wetter ist. Da darf ich dann meist frei herumlaufen, mit Holzis spielen und sie aus dem Wasser holen. Ein wichtiger Punkt ist dann, dass wir im Freien im Cafehaus sitzen (wenn es nicht gerade regnet). Ich hab da zwei Lieblingscafes: einerseits das Borderline, ein Sozialprojekt, direkt am Strand, ganz nahe dem Wasser. Das ist toll, denn wenn ich in die eine Richtung schaue, sehe ich das Meer und was sich dort gerade tut und wenn ich mich in die andere Richtung drehe, schaue ich auf den Gehsteig und die fast unbefahrene Straße und ich sehe genau, wenn Hunde oder Katzen kommen. Und wie es da duftet: von Wasser, Sand, Menschen, Tieren. Und Herrlis Kaffee.

Die Kellnerinnen sind sehr freundlich und sie kraulen mich beim Zahlen immer und sind sehr lieb zu mir. „Bellissimo“, nennen sie mich! Heute war gleich daneben am Strand ein kleines spontanes Konzert von einigen Italienern, die italienische Schnulzen sangen - und ihr werdet es nicht glauben, alle, auch mein Herrli, sangen mit. Oh, wie war das schön!

Mein zweites Lieblingscafe heißt Il Moresco und liegt auf einem Felsen und man kann über die ganze Bucht schauen. Dort wartet immer schon ein großer Eimer mit Wasser auf mich (warum da BAU draufsteht, weiß ich nicht) und viele Hunde kommen vorbei. Immer kommt auch der braune Pudel des Besitzers vorbei und läuft mit höllischem Tempo ins Café und gleich nach hinten in die Küche. Manchmal bin ich beim Umgang mit Hunden etwas ungestüm und werde vom Herrli geschimpft. Aber was besonders toll ist, sind hier die Kellnerinnen und Kellner. Meist setzen wir uns direkt zum Eingang (draußen natürlich) und jedesmal wenn die an uns vorbeigehen, streicheln sie mir über den Kopf und meinen:„Bellissimo“. Oh, wie ist das schön!

Es gibt übrigens italienisches Futter hier - das schmeckt sehr gut - und auch am Abend darf ich nochmals unten am Meer spielen (da ist zu dieser Jahreszeit meist niemand mehr).

Es ist einfach wunderbar hier. Oft sprechen uns Menschen an und erzählen, dass sie auch Hunde haben. Sehr viele haben Maremannos, die schauen mir ähnlich, aber sind noch deutlich größer, andere habe auch Golden Retrievers und sie kommen aus Großbritannien oder Kanada oder den USA und zeigen uns Fotos von ihren Hunden, die leider zuhause bleiben mussten. Da habe ich es viel schöner!

Aber ich bin schon auch froh, dass ich ein Puppi und ein Tuch von zuhause mit habe und ein bisschen freue ich mich auch schon wieder auf zu Hause. Dann werden wir wieder sehr lange mit dem Zug unterwegs sein - nach Bologna und dann in der Nacht weiter bis Wien. Und ich freue mich auch auf die Fahrt schon wieder und dann auf die Ankunft zuhause - bei meinen Katzen. 

Oh, wie wird das schön!

Wo ich auch bin, es ist wunderbar und ich bin glücklich.

Das ist ganz besonders toll.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag, genießt das Leben!

Schöne Grüße schickt Euch Euer

Junior vulgo Junie vulgo Jun


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