Juniors Geständnis
Willkommen, Ihr Lieben, auf. meinem Blog, in dem ich jeden Sonntag aus meinem Leben berichte.
Und ihr werdet es nicht glauben, in dieser Woche ist wieder etwas passiert, ja sogar soooooo viel Neues passiert.
Zuerst war ich mit meinem Frauli am See bei Opa, der Herrli war arbeiten in Salzburg. Dann waren wir in Wien und dann sind wir zu Dritt zum Bahnhof gefahren, in den Nachtzug eingestiegen. In Villach steht der Nachtzug zu Mitternacht immer eine Stunde und diese Zeit nützen wir drei immer für eine Runde, um meine Gschäftl zu erledigen. Übrigens immer mit Sackerl, das ist Pflicht. Am nächsten Morgen sind wir um 5.38 aus dem Zug gehüpft, denn wir waren in Bologna angekommen. Bald waren wir in einem Kaffeehaus an der Indepidiente, wo in den nächsten Tagen erstmals die neue Straßenbahn zu fahren beginnt. Es schaut alles schon wunderbar aus, die Haltestellen werden gerade fertig und bald beginnt der Betrieb. Diese zentrale Einfahrtsstrasse vom Bahnhof zur Altstadt ist bereits für die Autos gesperrt, viele Fußgänger und Radfahrer sind schon am Morgen unterwegs.. Und bald geht ein neues Zeitalter los in der früheren Autostadt.Wir sind lange durch Bologna gewandert, im Hotel angekommen und am Abend im Restaurant „Drogheria della Rosa“ bei Emanuelle, einem Freund vom Herrli gewesen. Meinen beiden Zweibeinern hat es sehr geschmeckt und ich hatte mein Baucherl schon davor gefühlt.
Am nächsten Tag fuhren wir mit dem Super-Speed-Zug nach Lecce in den Süden Italiens, sieben Stunden und ich habe immer geschlafen. Fullfit sind wir angekommen, zum gebuchten Zimmer gegangen und als wir nach dem Bezahlen von zwei Nächten vor der Tür gestanden sind, hat der Manager plötzlich gemeint: nein, das geht nicht, der Hund, also ich, sei zu groß.
Also, ich muss jetzt ganz ehrlich sein und gestehen: ich verstehe nicht, was mit solchen Menschen los ist. Ich gestehe, der Mann hat mein Menschenbild, dass alle gut und positiv sind, gründlich erschüttert. Zuerst hat man von der drohenden Allergie der nächsten Mieter gesprochen (was hat das mit meiner Größe zu tun?). Zwei Stunden haben wir gestritten und als endlich das Geld zurückgegeben wurde, haben wir woanders geschlafen. Dort war es richtig nett. Mit sehr netten Vermietern.
Am nächsten Morgen sind wir mit dem regionalen Zug weitergefahren, doch nach der Hälfte der Strecke war dieser kaputt und wir mussten für die allerletzte Etappe unserer Reise in einen Bus als Schienenersatzverkehr umsteigen. Doch fast hundert Menschen standen vor einem einzigen Bus. Aber wir hatten Glück, ich machte mich ganz klein und wir fanden Platz Als wir ankamen, war es wunderschön und ich habe mich so gefreut, den alten Platz wieder zu sehen und zu wittern, wo wir schon vor einem Jahr erstmals waren.
Und ich muss gestehen: immer wieder bin ich nach einem Rückschlag für einen Moment geknickt, aber immer findet sich eine Lösung und eine erfreulich Wende, an die wir nicht gedacht haben. Oft wird es dadurch sogar schöner.
So war es während unserer ganzen Reise.
Und auch hier, in der kleinen Stadt, ging es genauso weiter: Schwierigkeiten und Lösungen. Überraschende Schwierigkeiten und Lösungen. Schwierigkeiten und überraschende Lösungen.
Wer sich sicher ist, dass es nach den ärgsten Problemen auch die tollsten Lösungen gibt, lebt besser. Ich gebe zu, hier habe ich gelernt, mich ganz dieser Zuversicht zu verschreiben. Auf jedes Problem folgt eine positive Antwort, jede Krise wird zur Chance.
Das wünsche ich Euch auch! Glaub daran: auf jeden Regen folgt der Sonnenschein.
Alles Liebe
Junior vulgo Junie vulgo Jun