Juniors wunderbare Abenteuer an und in der Ager

 Willkommen, Ihr Lieben, in meinem heutigen Blogbeitrag! Schön, dass Ihr wieder dabei seid, um zu lesen, was ich in dieser Woche so erlebt habe.

Und - genau - das war - wieder einmal -  soooooooooo viiiiel!!!! Und so super!

Ihr müsst nämlich wissen: ich war mit meinen Zweibeinern die ganze Woche an der Ager und sehr oft sogar in der Ager.

Und das war sooo schön! 

Weil ich gefragt wurde, was und wo die Ager ist: das ist ein schöner Fluss, der aus dem Attersee herausrinnt und bis zur Industrie in Lenzing fließt und vermutlich sogar noch viel weiter. Die Ager hat klares Wasser, viele Fische leben ihn ihr, aber auch Elfen und Kobolde und Holzis und Steine. Auf einem kleinen, verwachsenen Weg kann man den Fluss entlanglaufen. Die Zweibeiner haben mir erzählt, dass die Ager unterhalb der Industrie vor etlichen Jahren ganz schmutzig war, die Fische gestorben sind, die Kobolde und Elfen krank wurden und die Zweibeiner nicht im Wasser schwimmen und auch das Wasser nicht trinken durften. Und jetzt ist sie so wunderbar sauber und schön! Toll!!!!

Wie schon oft habe ich bei der so lieben Familie meines Fraulis gewohnt. Frauli und Herrli waren dabei und die meiste Zeit hindurch war es zwar heiß, aber nicht so extrem wie in Wien. Einmal hat es sogar - leider nur kurz - geregnet und jeden Tag bin ich mehrfach zum Fluss gegangen und in das Wasser geklettert.

Auch in der Ager ist derzeit wegen der Hitze und Dürre sehr wenig Wasser. Aber die Fische können noch schwimmen - hoffentlich wird es nicht noch schlimmer.

Ich bin jeden Tag am Morgen, zu Mittag und am Abend in das Wasser gestiegen und habe viele Holzis gerettet. Und das beste: ich habe sogar tauchen gelernt, als ich begonnen habe, Steine aus dem Wasser zu retten. Dabei taste ich mit meinen Pfoten das Flussbett ab, bis ich einen passenden, hilfesuchenden Stein finde und - schwupps - schnell mit dem Kopf eingetaucht, das Maul geöffnet, den Stein gepackt, aufgetaucht und ans Ufer gebracht.

Und wieder kann ein Stein überleben.

Und dann das Spielen mit den vielen Elfen und Kobolden: kaum hat man sie erblickt, sind sie auch schon wieder verschwunden.

Das absolute Highlight und wunderschönste Wunderbare aber war wie immer mit der Frauli zu schwimmen - nur wir zwei im Wasser, unter Wasser - ich kann soviel lernen von ihr und es macht mir soviel Freude wie wenig anderes. Aber psssst, nicht dem Herrli verraten!

Dann habe ich natürlich ganz viele andere Vierbeiner getroffen: vieleviele Hunde, eine Katze, die meine Freundin wurde und mir der immer Bussis ausgetauscht habe und die Schafe.

Es ist nämlich so, dass 60 Schafe zu unserem Haus gekommen sind, getrieben von Glenn, dem Schäferhund, um nach Gras zu suchen. Aber das ist ja alles ganz verdorrt und die Schafe können davon nur schlecht leben. Daher ziehen sie von einer Wiese zur nächsten. Ich wäre so gerne über den Weidezaun gesprungen und hätte mit ihnen gespielt, aber das durfte ich nicht.

Ein Lamm hat mir besonders gefallen: „Donatella“ ist noch ganz klein und etwas wackelig auf den Beinen und kriegt daher immer am Morgen ein Flascherl und am Nachmittag Extragras.

Oft hab ich mir vorgestellt, dass ich Donatella befreie und mir ihr gemeinsam durch die Gegend ziehe. Uiiii, das wäre toll gewesen.

Aber so richtig toll war auch, dass wir ganz früh am Morgen zum See gewandert sind (bis 9 Uhr dürfen Hunde dort noch baden) und viele andere Hunde getroffen und im Wasser gespielt haben. Einmal hab ich mich mit einem anderen Hund um einen Ball duelliert, den dessen Herrli immer wieder in den See geworfen hat und wir beide sind um die Wette geschwommen. Huch, das war fein!

Dann am Abend durfte ich vor dem Haus auf der Wiese liegen und die ganze Herde der Zweibeiner bewachen - auf meine Art: vorbeigehende Zwei- und Vierbeiner habe ich freudig wedelnd begrüßt.

Ihr seht also, das war kein erholsamer Urlaub, sondern härteste Arbeit: Holzis und Steine aus dem Wasser der Ager retten, meine Herde beschützen und - in Gedanken - die kleine Donatella entführen.

Das alles ist sehr, sehr anstrengend. Aber ich mach das gerne, ist ja mein Job. Und jetzt liege ich schon wieder im Zug nach Wien und beginne gleich nach diesen Zeilen tief zu schlafen - und das werde ich wohl heute den ganzen Tag lang machen. Schlafen, schlafen, schlafen und träumen, träumen und träumen - unterbrochen nur vom Wiedersehen mit Jeanny und Toni, den Katzen meiner Wiener Herde und von gut gefüllten, duftenden Futterschüsseln.

Ja, das Leben meint es gut mit mir.

Und damit verabschiede ich mich für heute auch schon wieder.

Ich wünsche Euch einen schönen Sonntag und genießt das Leben. 

Jeder Tag ist ein Geschenk!

Bis bald

Euer Junior vulgo Junie vulgo Jun

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