Junior ruft: Hört endlich auf unsere Welt zu erhitzen!
Willkommen, Ihr Lieben, auf meinem Blog! Schön, dass Ihr auch heute wieder dabei seid, dass so viele jeden Sonntag lesen, was ich aus meinem Leben berichte.
Und auch diese Woche war wieder soooooo aufregend, aber dominiert von einem Thema: der Hitze!
Ich hab ja ein ziemlich schönes Fell - das ist das ganze Jahr sehr super, nur in der Hitze natürlich ein Problem. Ein großes Problem.
In den vergangenen Jahren haben wir das gut gelöst, indem mein Unterfell ausgedünnt wurde - und da war es schon viel besser. Die restlichen Haare darüber bezeichnen Experten als „natürliche Klimaanlage“.
Während dieser Hitzewelle nützt diese Klimaanlage leider gar nichts. Zumindest bei den Spaziergängen ist es unendlich heiß, der Asphalt eine Katastrophe. Versucht einmal barfuß bei 39 Grad auf dem Gehsteig zu laufen (der Asphalt ist dann unerträglich heiß)!
Wie so oft hat mich mein Frauli am Höhepunkt der Hitze gerettet und hat mich an den See zu Opa mitgenommen. Und am Donnerstag ist der Herrli nachgekommen und am Abend hat es plötzlich zu regnen begonnen. Die Nachtrunde sind wir im strömenden Regen gegangen - zurückgekommen sind wir patschnass und glücklich!!
Da ist es viel angenehmer: ich konnte in den Fluss springen, mich erfrischen (auch wenn sogar hier das Wasser sehr warm ist). Aber wenn ich am Ufer ein paar Meter gelaufen bin und meine Glücksrollen gemacht habe, habe ich schon einige Meter weiter wieder gedampft.
Und als Hund muss man raus - für die wichtigsten Geschäfte. In Wien ist zB der Asphalt brennheiß. Versucht es einmal bei großer Hitze barfuß! Genau so fühlen wir Vierbeiner uns in diesen Tagen der Hitzewelle.
Aber auch hier beim See kann man die ungewöhnliche Hitze überall erkennen: Blumen sind verwelkt, wenig Wasser ist im wunderbaren Fluss, noch weniger im wunderschönen See (die Regionalzeitung schreibt, dass 22 Milliarden Liter Seewasser fehlen), manche Wiesen sind ganz gelb verdorrt - und alle Menschen machen sich Sorgen.
Gestern ist eine Schafherde für ein paar Tage auf der Nachbarswiese eingezogen. Die brauchen jetzt viel mehr Futter, weil die Wiesen viel weniger nahrhaft ist. Opa gibt ihnen immer Wasser und sie haben sooo viel Durst (so wie ich).
Ohne Wasser geht gar nix. Oh Gott, welche Vorstellung, wenn meine Wasserschüssel nicht jeden morgen mit frischem, guten Trinkwasser von den Zweibeinern befüllt werden würde, sondern leer bliebe!
Aber so weit wird es nicht kommen! Die Menschen zerstören sich Ihre Heimat doch nicht selbst!
Oder?
Zumindest viermal am Tag gehen wir eine Spazierrunde. Und die Zweibeiner und ich wissen genau, wann umgedreht werden muss.
Jetzt ist es auch so weit: es muss umgedreht werden, das Aufheizen der Welt muss beendet werden. Bei jeder Veranstaltung erzählt der Herrli, was dafür getan werden kann. Und es wäre gar nicht schwer!
Das müssen die Politiker durchsetzen, aber auch wir können Beiträge leisten (ich zb fahre mit den Zweibeinern immer mit Öffis).
Und die Politiker müssen wir halt alle gemeinsam „motivieren“ - ein kleiner Aufstand könnte da gut helfen. Ich freue mich schon darauf, bald auf meine erste Klimademo zu gehen. Ohhh, da werden viele tolle Zweibeiner sein, aber sicher auch Vierbeiner - es geht doch um uns alle!!
Jetzt am Morgen liege ich am kühlen Pflaster und genieße die noch milden Temperaturen. Und ich träume von den Schafen, davon dass ich über den Weidezaun hüpfe und mit ihnen spiele. Und plötzlich beginnt es zu regnen und wir alle tanzen vor lauter Freude miteinander.
Das ist mein heutiger Sonntagstraum.
Ich wünsche auch Euch schöne Träume.
Wufffffffffff!!
Wünscht Euch Euer
Junior vulgo Junie vulgo Jun